Life Cyclers Velo Tour am Victoria See Uganda
Hallo Life Cyclers Freunde ,

Manchmal sind es kleine Momente, die mir zeigen, warum sich unsere Arbeit bei Life Cyclers Uganda lohnt.

In diesem Newsletter erzähle ich euch die Geschichte von Samuel Kitumba, einem unserer Lernenden, der heute bereits als Werkstattassistent bei LCU Reparaturen übernimmt. Seine Initiative hat nicht nur ein Fahrrad gerettet – sondern auch einem anderen Jugendlichen geholfen, weiterhin täglich zur Schule zu kommen.

Ausserdem durfte ich an der FESPO Tourismusmesse in Zürich über eine Vision sprechen, die mich schon lange begleitet: Velotourismus in Uganda als Chance für nachhaltige Entwicklung, neue Arbeitsplätze und echte Begegnungen zwischen Reisenden und der lokalen Bevölkerung.

Weitere Neuigkeiten zu meiner geplanten Sponsorentour „Winterthur–Emmentaler Express“ sowie zur kommenden Vereinsversammlung folgen im nächsten Newsletter.

Doch zuerst möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen, die zeigt, was eure Unterstützung möglich macht.

Liebe Grüsse
Isma
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Nachhaltigkeit ist für uns kein Schlagwort – sie ist gelebter Alltag

Im Jahr 2022 habe ich bei einer Reise nach Uganda ein gebrauchtes Velo aus der Schweiz mitgenommen. Für uns hier vielleicht nur ein altes Velo – für Steven Kasoma wurde es zu etwas viel Wertvollerem: seinem täglichen Begleiter auf dem Schulweg.
Jeden Morgen fuhr er damit zur Schule. Kilometer für Kilometer. Tag für Tag. Bis das Velo vor kurzem endgültig den Geist aufgab.
Für Steven war das ein echter Rückschlag. Sein Schulweg wurde plötzlich wieder lang und mühsam – genau in einer wichtigen Phase seines Lebens. Denn bald steht sein Abschluss der Sekundarschule an, bevor er selbst eine Ausbildung zum Velomechaniker beginnen möchte.
Ich überlegte, wie wir ihm helfen könnten. Und dann passierte etwas, das mich tief berührt hat. Unser Lernender Samuel Kitumba kam auf mich zu – mit einer Idee und einem grossen Lächeln. Er wollte das alte Velo komplett restaurieren. Nicht einfach reparieren. Sondern neu aufbauen. Für Samuel sollte dieses Projekt sogar sein Abschlussprojekt werden.
Das Besondere daran: Samuel selbst hatte nie die Chance, die Primarschule zu beenden. Und doch zeigt er heute eine Kreativität, Motivation und Verantwortung, die mich immer wieder staunen lässt. Genau deshalb glaube ich so fest an unsere Arbeit: Wenn junge Menschen eine Chance bekommen, wachsen sie oft über sich hinaus.

Velotourismus: Eine Chance für die Gesellschaft in Uganda

Anfang dieses Jahres wurde auch ausserhalb unseres Projekts auf unsere Arbeit aufmerksam gemacht.
Die ugandische Botschaft in Genf und das Tourismusministerium Ugandas luden mich ein, an der FESPO Zürich 2026 über Velotourismus in Uganda zu sprechen. Für Uganda war dies eine besondere Premiere: Zum ersten Mal konnte sich das Land an dieser Messe der Schweizer Reisegemeinschaft präsentieren.
Mir war dabei ein Gedanke besonders wichtig. Tourismus sollte nicht nur schöne Erlebnisse für Reisende schaffen. Er sollte auch echte Chancen für die Menschen im Gastgeberland eröffnen.
Velotourismus kann genau das ermöglichen. Reisende erleben ein Land langsamer, näher und authentischer. Sie begegnen Menschen, Landschaften und Kulturen auf eine Weise, die im Fahrzeug kaum möglich ist.
Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für unsere Jugendlichen: Arbeitsplätze als Velomechaniker:innen, Guides oder sogar eigene kleine Geschäftsmodelle. Eine Zukunft, die auf Begegnung statt Ausbeutung basiert.

Ausbildung bedeutet mehr als einen Beruf zu lernen

Bei Life Cyclers Uganda geht es nicht nur darum, Jugendliche zu Velomechaniker:innen auszubilden. Wir möchten junge Menschen stärken – körperlich, mental und sozial.
Darum gehören unsere Velotouren jeden Samstag fest zum Programm. Bei Sonne, Regen oder Schlamm sind wir gemeinsam unterwegs. Die Jugendlichen lernen Durchhaltevermögen, Disziplin und Teamgeist. Und jedes Mal sehe ich, wie sie über sich hinauswachsen. Was als sportliche Aktivität beginnt, wird oft zu etwas viel Grösserem:
Selbstvertrauen. Verantwortung. Zukunftsperspektiven.

Erlebe Uganda hautnah! - Gruppenreise 2026

Im August 2026 begleiten Daniel und ich für Kultour wieder eine Gruppenreise nach Uganda, auf der wir unseren Mitreisenden möglichst ökologisch und auf authentische Weise die Schönheit und die Gastfreundschaft meines ostafrikanischen Heimatlandes näherbringen und dabei auch die Projekte von Life Cyclers Uganda besuchen können. Welche Abenteuer dich dabei erwarten, kannst du hier lesen.

Willst du mit uns nachhaltige Perspektiven durch die Ausbildung von Velomechaniker:innen schaffen?

Dann würden wir uns sehr über deine Unterstützung freuen! Auch wenn die aktuelle Spendenaktion abgeschlossen ist, freuen wir uns natürlich weiter über Spenden. Sie werden für die nächsten Projekte und Kampagnen in Uganda eingesetzt. Wie genau, erfährst du immer hier über den Newsletter und über unsere Social Media Profile.
Vielen Dank für deine Unterstützung!

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